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Themen-Sonntag: Salbei

Warum Salbei nicht immer für Rennmäuse geeignet ist!


Salbei (wissenschaftlicher Name: Salvia) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und wird auch sehr gerne von mongolischen Rennmäusen gefressen. Salbei ist nicht nur schmackhaft, sondern wirkt auch antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, blutstillend, adstringierend und krampflösend.

Mit der Menge des Salbei sollte aber nicht übertrieben werden. Salbei enthält unter anderem auch Thujon (in Wermut und Absinth enthalten) und kann in zu hoher Dosis wie Gift wirken.

Doch nicht jede Salbeiart ist für mongolische Rennmäuse oder für den Menschen unbedenklich. Es gibt hunderte Arten von Salbei, einige davon sind unbedenklich, andere sind psychoaktiv und eine Art ist in Deutschland illegal.

Liste einiger Salbeiarten

Salvia Divinorum ("Azteken-Salbei")

Azteken-Salbei

Die Azteken-Salbei ist eine der bekannteste psychoaktive Salbeiarten und in Deutschland, nach dem BtMG seit 2008, illegal. Er darf weder besessen, importiert noch angebaut werden. Salvia Divinorum enthält unter anderem Salvinorin A, welches wissenschaftlich gesichert psychoaktiv ist. Salvinorin A ist schon bei sehr niedrigen Dosierungen (0,2mg) wirksam und zählt somit zu den potentesten Halluzinogenen. In Österreich ist Salvia Divinorum hingegen erst seit 2011 als illegal eingestuft worden. Die einzige Ausnahme bildet die Schweiz. Daher eine dringende bitte an die Schweizer Rennmaushalter. Bitte verfüttert diese Salbeiart nicht an Rennmäuse. Es ist nicht wissenschaftlich bewiesen, welche Wirkung Salvia Divinorum auf mongolische Rennmäuse hat und kann eventuell zum Tod der Tiere führen.


Salvia officinalis ("Echter Salbei")

Echter Salbei

Salvia officinalis ist in Europa die verbreitetste Salbeiart. Sie wird als Gewürz und Heilpflanze genutzt. Da Salvia officinalis den Wirkstoff Thujon enthält, sollte mit der Menge nicht übertrieben werden. Der Gehalt des Wirkstoffes ist allerdings nicht im bedenklichen Bereich und bei normalem Gebrauch keineswegs schädlich! Es sollte darauf verzichtet werden mongolischen Rennmäusen davon täglich über einen längeren Zeitraum Salbei zu geben, da Thujon sich im Körper ablagern kann. Als Heilpflanze ist dieser Salbei vielfältig einsetzbar und kann zum Beispiel bei Magen-Darm-Probleme helfen.


Salvia miltiorrhiza ("Rotwurzel-Salbei")

Rotwurzel Salbei

In der chinesischen Medizin wird die Rotwurzel-Salbei bei vielen verschiedenen Krankheiten als Heilpflanze eingesetzt. Salvia miltiorrhiza steht außerdem im Verdacht, tumorhemmend und krebslindernd zu sein. Es wirkt auch antibakteriell. Neben den Heilwirkungen ist diese Salbeiart psychoaktiv. Wurzeln und Blätter wirken angstlösend und beruhigend. Die Samen der Pflanze sollen angeblich aufputschend wirken. Persönliche rate ich ebenfalls davon ab, diese für mongolische Rennmäuse als Futter zu verwenden.


Das waren noch längst nicht alle Salbei-Arten. Es gibt hunderte verschiedene Arten dieser Gattung und die Wirkung von den verschiedenen Salbei-Arten ist durchaus nicht unumstritten (Salvia Divinorum davon ausgenommen). Achtet am besten darauf, die "Echte Salbei" für eure mongolischen Rennmäuse zu verwendet!


Quellen:

http://www.magischepflanzen.de/psychoaktive-salvia-arten/

ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=BgblAuth&Dokumentnummer=BGBLA2011II_468

https://de.wikipedia.org/wiki/Salbei