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Themen-Sonntag: Kamille

Mehr als einfach nur ein Leckerchen für mongolische Rennmäuse!


Die Kamille (“Matricaria chamomilla”) ist schon seit vielen Jahren als Heilkraut bekannt und ist eine einheimische Pflanze, die sehr anspruchslos ist. Sie wächst bei uns auf Äckern, an Wegrändern und vor allem in Getreidefeldern. Leider ist sie kaum noch in der Natur zu finden, da viele Landwirte die Kamille als übles Unkraut ansehen.

 

Die echte Kamille erkennt man daran, dass der typische kegelförmige Boden der Blüte hohl ist, bei anderen Kamillenarten ist er gefüllt. Die Blüten sind weiß und haben im Inneren einen wunderschönen gelben “Kopf”.
Nicht nur für uns Menschen ist die Kamille eine beliebte Heilpflanze. Auch viele mongolische Rennmäuse lieben die Blüte und dürfen gerne an ihnen verfüttert werden.

Kamille ist wehenfördernd, entzündungshemmend und immunstärkend. Sie hilft als Tee bei Erkältungen oder und hilft gegen Stress. Im Gegensatz zu chemischen Medikamenten macht Kamille nicht süchtig und hat zudem keine bisher bekannten gefährlichen Nebenwirkungen. Daher darf Kamille auch in größeren Mengen an mongolische Rennmäuse verfüttert werden.

Die einzige Ausnahme gilt hier für trächtige Rennmäuse. Diese sollten Kamille nur in kleinen Mengen bekommen. Ich empfehle aus Sicherheit keine Kamille an trächtige Rennmäuse zu verfüttern.
Kamille hat außerdem einen austrocknenden Effekt, sodass die Augen durch Waschungen mit Kamille gereizt werden können. Im Gegensatz zu einigen anderen Rennmaushaltern, empfehle ich das Reinigen der Augen von mongolischen Rennmäusen mit Kamille nicht durchzuführen.
Noch mehr Kräuter, die an mongolische Rennmäuse verfüttert werden dürfen, findet ihr unter Blätter und Kräuter auf meiner Homepage. Kamille könnt ihr entweder selber anpflanzen, pflücken oder bei Mixerama kaufen.