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Tyzzer‘s Disease – Was ist das genau?

 

Die Krankheit „Tyzzer‘s Disease“ ist eine von mehreren Krankheiten die bei mongolischen Rennmäusen auftreten können. Diese wird durch das Bakterium „Bacillus piliformis“ bzw. „Clostridium piliformis“ hervorgerufen. Jede gesunde Rennmaus besitzt diese im Darm wo sie im Gleichgewicht sind. Wird durch Stress das Gleichgewicht dieser Bakterien gestört kommt es zu einem hohen Vermehrung des Bacillus piliformis. Aber auch Überbelegungen oder Klimaveränderungen können einen Ausbruch der Krankheit begünstigen. Es können sich alle Rennmäuse damit anstecken, da das Einstreu bzw. der Kot kontaminiert ist.

 

 

Die Symptome sind werden meist im späten Krankheitsstand sichtbar. Dazu gehören Lethargie, Anorexie, struppiges Fell, Gewichtsverlust und der Tod innerhalb von zwei bis drei Tagen. Des weiteren kann das zentrale Nervensystem davon angegriffen werden. Die Tiere leiden dann unter Schieflage des Kopfes und Gleichgewichtsstörungen.

 

 

Die Diagnose von Tyzzer kann nur nach dem Tod einer Rennmaus gestellt werden. Bei der Obduktion wird eine vergrößerte Leber mit weißen, gelben oder grauen abgestorben Bereichen festgestellt. Außerdem können Ödeme oder Blutungen im Darm festgestellt werden.

 

 

Die Behandlung der akuten Form von Tyzzer ist recht schwierig und manchmal erfolgslos. Es besteht jedoch die Möglichkeit mit Antibiotika die Durchfälle unter Kontrolle zu bekommen. Vitamine können zur Unterstützung verabreicht werde. Auch sollte genügend Wasser vorhanden sein. Damit es zu keinem Ausbruch der Partnermaus kommt, können Antibiotika über das Trinkwasser verabreicht werden.

 

 

 

Anmerkung:

Die Sporen des Bacillus piliformis können bis zu zwei Jahren überleben und sind gegen Ethanol und quaternäre Ammoniumverbindungen resistent. Am besten verwendet man 0,5% Natriumhypochlorit-Lösung und Peressigsäure welche die Sporen bekämpfen können.

 

 

Meinung:

Kommt es wirklich zu einem Tyzzer-Fall sollte man sich überlegen ob man für den Träger einen neuen Partner holt, wenn dieser verstorben sein sollte. Natürlich sollte man Rennmäuse nicht einzeln halten. Doch möchte man wirklich das Risiko eingehen, dass trotz Antibiotikum, der neue Rennmauspartner wieder krank wird? Es sollte also gut überlegt sein.

 

Zusätzliche Quelle: vistano-portal.com